· 

Bali Liebe - ein persönlicher Reisebericht

Foto: Bali Mountain Yoga Retreat in 2018 - Antrittsbesuch im Haus-Tempel in der Gaia Oasis

dürfen wir noch fliegen?

Wo der Klimawandel gerade und endlich in aller Munde ist, fragen ich mich natürlich auch, ob Flugreisen überhaupt noch vertretbar sind. Bali bedeutet 15.000 km Flug ans andere Ende der Welt und wieder zurück; und selbst der Reisemeister Johann Wolfgang von Goehte sagte, dass man nicht um die Welt reisen muss, um zu begreifen, dass der Himmel überall blau ist. Das Kerosin könnte man also getrost sparen. Aus meiner Sicht gründet eine grundlegende Veränderung der Weltlage aber nicht NUR auf das Schonen der Ressourcen, sondern auch auf geistige und emotionale Freiheit. Und laut Goethe findet ein gescheiter Mensch die beste Bildung auf Reisen.

JA

Und da beginnt mein Ja zu einer Fernreise. Auch wenn wir fast durchgehend durch das Internet mit der großen weiten Welt verbunden sind, heißt es nicht dass, wir sie verstehen. Aus yogischer Sicht findet Verstehen auf allen sinnlichen Ebenen statt - und: allen voran in einem offenen Herzen.  

 

Unser Leben, so viel Freiheit wir auch haben, besteht aus vielerlei Grenzen:  unsere Wohnungswände, Städte und Ländergrenzen, Sprachbarrieren, kulturelle Unterschiede, Bildung und Einkommen, religöse Weltanschauungen und nicht zuletzt die Grenzen unser eigenen Wahrnehmung. Es gibt wahrscheinlich so viele Wahrheiten auf dieser Welt, wie es Menschen gibt. Damit wir nicht so viel Kämpfen müssen, tun wir gut daran, uns für andere Wahrheiten und Kulturen zu öffnen. Zu lernen aus anderer Menschen Augen zu sehen, unterstützt uns darin, Toleranz und Neutralität zu entwickeln. Das ist die geistige Grundlage für ein friedliches Miteinander in dem Grenzen nicht mehr ganz so wichtig sind. Reisen erweitert den Horizont! Und Reisen zeigt uns die Magie dieses Planeten auf dem wir leben.  

 

Entgegen meiner Erwartungen hat mich schon mein erster Langstreckenflug vor Ehrfurcht nicht schlafen lassen. 12 Stunden habe ich aus dem Fenster geschaut und konnte es kaum fassen wie riesig und wie wundervoll diese Erde ist!

mein erster Langstreckenflug

Ich hatte  Sorge vor dem laaaaaaaaangen Flug. Wer mich kennt weiß, dass ich nicht so gern auf Stühlen sitze und schon gar nicht 16 Stunden lang. Als ich dann in Amsterdam meinen Sitzplatz für die Langstrecke nach Kuala Lumpur bezog, kam etwas Panik auf. Ganz schön wenig Platz..... aber dann habe ich mit wachsender Begeisterung 12 Stunden immer wieder aus dem Fenster geguckt (mit kleinen yogischen Unterbrechungen)

 

Mit einem letzten Blick auf die heimischen Wälder wurde Kurs auf Russland genommen. Und als es draußen schon stockdunkel war, waren unter mir so exotische Länder wie Usbekistan und Afghanistan. Die Schönheit dieser Erde von oben betrachtend, fragt man sich wirklich, warum wir Menschen uns überhaupt immer wieder bekriegen müssen, anstatt in Dankbarkeit und miteinander das zu genießen was wir haben.

In Afghanistan konnte ich hier und da Lichter sehen, die auf menschliche Siedlungen und Städte hinwiesen. Wie aufregend!

Alle Filme im Bordkino erschienen mir langweilig und ich hatte die ganze Zeit den Monitor im Blick, um zu wissen wo wir jetzt gerade sind. Indien z.B.! auf der linken Seite irgendwann der Himalaja, bevor es dann über den Bengalischen Golf direkt nach Kuala Lumpur ging. Kurzer Zwischenstop und weiter nach Bali. - den Äquator überqueren und in der Morgendämmerung die südliche Halbkugel erblicken. Sehr viel blaues Meer, viele kleine und größere Inseln und ein wundervoller Sonnenaufgang. Herzklopfen.

 

Wenn ich jetzt zum fünften Mal den Flug antrete freue ich mich wieder auf die Erde von oben - und weil mir dieser Anblick immer vertrauter wird auch auf Zeit für mich und Dinge, die hier immer wieder zu kurz kommen. Lesen, Tagebuch schreiben, Bordkino durchzappen und anderen bei der Arbeit zuschauen ;) oder einfach nur vor mich hindösen. 

Es ist natürlich nicht der Flug warum ich mich auf den Weg mache. (Kerosinneutrales Beamen wäre mir weitaus lieber) Bali ist (m)ein Happy Island. Die Uhren laufen gar nicht bzw. sehr langsam. Das Klima ist (in der Trockenzeit) ein Traum, die Vegetation so grün und farbenfroh, und man kann die köstlichsten Früchte direkt vom Baum genießen. 

Foto: 2018 am Horizont sind Bali´s Vulkane Mount Agung und Mount Batur zu sehen

Happy Island - die Insel der Götter und der Vulkane

Bali ist ein magischer Ort, wie ich ihn hier in Europa nicht kenne. Ich nenne die Insel Happy Island. In den 22 Wochen Aufenhalt, die ich bisher dort sein durfte habe ich niemanden gesehen, dem nicht das Herz himmelweit aufgegangen ist. Die Insel mit ihrer vulkanischen Kraft, dem satten grün und das von der Religon bestimmte Leben der entzückenden Balinesen lässt eine sehr reiche Energie entstehen. Die geistige Welt ist zum Greifen nahe und es ist sehr einfach sich mit seiner eigenen Spiritualität zu verbinden, fließend und selbstverständlich. 

Foto links: Julia in der Gaia Oasis 2018 I rechts: Julia, Ngurah, Arya, Sri und Tanja in 2013

Inspiration für Alle Sinne

Es ist bereichernd, in einer Kultur zu Gast zu sein, die an vielen Orten noch fast unberührt von unserer industrialisierten und lifestyle-geprägten Wahrnehmung ist. Das Leben ist weitestgehend bestimmt vom Rhythmus des Mondes, der Sonne und der familiären Strukturen. Die Religion ist eine Mischung aus Hinduismus und Naturreligion und die Menschen gehen bei sämtlichen Lebensproblemen, physischer, emotionaler und praktischer Art zuerst zum Priester und Heiler. Die Welt erklärt sich über die Natur und die geistige Welt. Das Meer symbolisiert die Tiefen der Unterwelt, die Berge berühren den Himmel und sind das höchste Heiligtum. Die Leben findet dazwischen statt. Wasser und Feuer werden gleichermaßen verehrt.  Licht- und die Schattenseiten des menschlichen Daseins werden in bunten Tänzen und Zeremonien gewürdigt. 

Es gibt wunderschöne Bücher und Filme über fremde Länder und Kulturen, sie mit allen Sinnen zu ERLEBEN kann allerdings eine immense Bereicherung sein. Dort Yoga zu praktizieren, an balinesischen Zeremonien teilzunehmen, die Menschen kennen zu lernen, diese Erfahrungen werden Dein Tempo und Deine Wahrnehmung verändern. Ich kann Dir versprechen, dass Du nicht mehr einfach so von Termin zu Termin hetzen wirst, wenn Du zurück bist. Du wirst Dir Langsamkeit und Genuss erlauben, kindliche Fröhlichkeit, Du wirst Deiner Spiritualität leichter Vertrauen. Deine Innere Stimme wird klarer.

Ich kann Dir nicht versprechen, dass die Erholung für immer anhält - aber es ist ein Same gelegt, der bei guter Pflege wachsen wird. 

Foto links: Mount Batur auf dem Weg in den Norden I mitte: der Indische Ozean in Canggu I rechts: Franjipani, Bali´s duftende Nationalblume

eine einladung voll Dankbarkeit und Vorfreude

Ich bin so dankbar, diesen Ort bereisen zu können und auch Dich dort hin einzuladen. Ich teile ihn gern mit Dir weil ich weiß, dass Bali und die Yogapraxis auch Dich ein kleines bisschen glücklicher machen wird. 

 

Für Kurzentschlossene gibt es noch Platz und ein besonders Angebot! Und wenn Du noch jemanden mitbringst wird das Angebot noch schöner. Geteilte Freude ist doppelte Freude!

alle Informationen zum Bali Yoga Retreat .... hier

 

HerzensGrüße, Deine Tanja

 

 

Klimaschutz

wenn Du etwas gegen den Klimawandel tun willst, bekommst Du hier eine wunderbare Inspiration

Wenn wir das einhielten, dann wollten wir vielleicht auch nicht nach Mallorca, Bali und in die Karibik fliegen ;)